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Unsere Hunde > Im Gedenken

Peira vom Rütwiesli
21.8. 1988 bis März 1999

Peira wurde am am 21. August 1988 im Rütwiesli in Fischenthal geboren.
Ihre Mutter Wanja von Ratibor und Corvey kümmerte sich um ihre 8 Welpen ( 6 Rüden und 2 Hündinnen).  Innert kurzer Zeit gab es für dich und deine 7 Geschwister viel zu entdecken.  Wir besuchten dich regelmässig, aber oftmals hattest du keine Zeit für uns, weil es so viel zu entdecken gab und du darauf bedacht warst, dich nicht von den anderen unterkriegen zu lassen.
Am 4. November 1988 war es dann soweit. Wir durften dich  endlich mit zu uns nach Hause nehmen. Du warst eine sehr temperamentvolle, neugierige Hundedame. Wenn immer es etwas zu schnüffeln gab, dann warst du an vorderster Front und folgtest den verheissungsvollen Spuren. Nur Fang –und Reissspiele, sowie das Apportieren lagen dir nicht besonders Das Spielen und Apportieren wurde dir nicht in die Wiege gelegt.
Als Junghund hast du dich ganz stark mit anderen Hunden bezüglich der Rangordnung gemessen. Die meisten Hunde mussten sich dir innert Kürze unterordnen, indem du sie auf den Rücken gelegt hast. Manchmal konnte dein Frauchen bei diesen Aktivitäten kaum hinsehen, aus Angst, dass du es zu weit treibst. Doch obwohl du die Grenzen stark ausgelotet hast, überschritten hast du sie kaum.
Deine Neugierde und dein Arbeitswille veranlassten mich, mit dir zusammen an Prüfungen für Begleithunde teilzunehmen. Anfangs schmunzelten die anderen Hundesportmitglieder nur über uns beide. Doch wir beide liessen uns nicht beirren und zeigten, was wir gelernt hatten. So schafften wir es bei der 1. Prüfung auf den 2. Platz und bei der 2. Prüfung sogar auf den 1. Platz jeweils mit  dem Arbeitskennzeichen „vorzüglich".
Was dich ganz besonders auszeichnete, war dein ausgeprägter Wachtrieb. Tagtäglich zeigtest du das, indem du deine Familie  - insbesondere dein Frauchen – bewacht hast. Wurde es für „deine Menschen" brenzlig, so warst du noch zuerst dazwischen. Du hast schnell gespürt, wenn Frauchen Angst, Sorgen oder Unsicherheiten quälten und dich dementsprechend verhalten. Wir waren ein unzertrennliches und eingespieltes Team. Verreiste dein Frauchen dennoch ohne dich, hast du versucht ihr zu folgen, indem du aus dem Zwinger ausgebrochen bist, indem du die Türe ausgehängt hast oder das Drahtgitter durchgebissen hast.
Über 9 Jahre warst du eine vitale und pflichtbewusste Begleiterin, bis an dem Tag, an dem dich ein Hirnschlag traf. Einige Tage später – im März 1999 - entschied ich mich aufgrund erneuter Hirnschläge dich von deinem Leiden zu erlösen. Peira, es ist schon lange her, seit wir voneinander Abschied nehmen mussten. Du warst etwas ganz Besonderes für mich mein 1. Leonberger – Rassehund und zudem auch die Stammmutter vieler Hunde aus meiner Zucht. Ich denke in lieber Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit zurück.

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